Diesen uralten Lebensformen machte die letzte Wurm Eiszeit ein langsames Ende. Einige Randgebiete der östlichen und südlichen Ägäis blieben wohl aber eisfrei und erlebten nicht wie in Europa eine Rückbildung der Vegetation. Verglichen mit den nördlichen Gegenden boten Kreta, Sizilien, Syrien und Palästina geradezu ideale Entwicklungsmöglichkeiten. Allerdings findet man für eine frühe Besiedelung nicht sehr viele Beweise, was an verschiedenen Ursachen liegen kann.
Um 9000 v. Chr. waren auch die letzten Gletscher der Eiszeit geschmolzen und das Klima wurde wärmer und beständiger. Seit dem 7. Jahrtausend an mag das Klima in etwa dem heutigen Mittelmeerklima entsprochen haben.
Speziell in Kreta boten sich bessere Begebenheiten als im Rest der Ägäis. Viele Täler boten guten Schutz und ließen Pflanzen und Früchte gedeihen, die Sommerhitze wurde durch den Wind gemäßigt und der Winter war durch die Nähe des Meeres milder.
Es gab viele Früchte, Fisch und fast alle Gemüsearten die uns heute bekannt sind. Während es auf dem griechischen Festland von wilden Tieren nur so wimmelte, fanden sich auf Kreta keine größeren Raubtiere mehr. Die felsige Küste bot guten Schutz vor feindlichen Überfällen während die sandigen Buchten in geschützter Lage schon damals gute Bedingungen für den Schiffsbau boten.
Die ältesten Hochkulturen entfalten sich auf unserer Erde dort, wo der Mensch mit den Naturgewalten nicht hart und ständig um seine Existenz kämpfen musste. Das war in der Stein und frühen Bronzezeit auch in Kreta der Fall, durch wahrscheinlich Wanderungen von Völkern aus Mesopotamien und Kleinasien wurde die Insel Kreta besiedelten und dessen Kulturen mitgebracht.